Reise nach Irland

Schönes Irland

Eine irische Geschichte: Im grünen, vom Golfstrom verwöhnten Südwesten Irlands liegt Liss Ard, ein traumhaftes Anwesen mit geheimnisvoller Historie. Umgeben von einem großzügig angelegten Park, erlebt der Hotelgast irische Herzlichkeit und familiäre Gastfreundschaft.

Grüne Insel

Vierzig verschiedene Grüntöne gibt es in Irland, sagt man. Und auch, dass es der schönste Teil der Insel sei, die Côte d’Azur Irlands. Sie liegt etwa eine Autostunde entfernt vom Flughafen Cork, nahe dem quirligen und farbenfrohen Städtchen Skibbe­reen, das unbedingt einen Abstecher lohnt. Und dann sieht man genau das: Schroffe Felsküste wechselt mit liebli­cher Landschaft, wo auf hügeligen Wiesen und sattgrünen Weiden zufriedene Schafe genussvoll grasen. Landzungen, durch die Gezeiten bizarr geformt, greifen wie lange, gekrümmte Finger, um­ spielt von Schaumkronen, ins Meer.

Balsam für die Seele

Balsam für die Seele: Liss Ard, herrschaftliches Anwesen im Südwesten Irlands.

Ob Winter oder Sommer – dank des Golfstroms schmückt sich die Insel das ganze Jahr mit bunten Farben. Bei Tem­peraturen von selten unter fünf und über 20 Grad löst roter Rhododendron gelben Stechginster und Chilenischen Feuer­baum ab. Besonders großartig: Im April säumt weiß blühender wilder Knoblauch kilometerweit die Straßenränder. In die­ser gesegneten Region liegt das viktoria­nische Herrenhaus Liss Ard, was so viel heißt wie „Fort auf der Höhe“, ein Land­ sitz mit 80 Hektar Park und Wald. Erbe­ findet sich seit einigen Jahren im Besitz der Schweizer Unternehmerfamilie Stern, und mit der Schweiz verbindet dieses An­wesen tatsächlich eine fantastische Ge­ schichte. Doch dazu später mehr.

Nach mehrjähriger, aufwendiger Reno­vierung öffneten die jetzigen Eigentümer erst vor einem Jahr wieder seine Türen. Mit viel Liebe und Professionalität entstand ein Hideaway der Extraklasse. Ein Haus für Gäste, die etwas Besonderes suchen. „Unsere Idee: wenige, hochwertig gestaltete Zimmer und Suiten mit dem Charme und der Atmosphäre eines irischen Landsitzes“, erzählt Roman Stern. „Wir hatten Gäste im Sinn, die Entspannung finden wollen.“ Der Vater von vier Kindern bezeichnet das heu­tige Liss Ard als „Ergebnis einer Wirklich­keit gewordenen Idee“. Das um 1850 ur­sprünglich als Familiensitz der irischen Fa­milie O’Donovan erbaute Anwesen mit Nebengebäuden und Pferdestallungen soll­te mehr werden als nur ein Hotel.

Die Sage der Little People

Bereits vor 3000 Jahren gab es in der Region um Skibbereen und das Hafenstädtchen Union Hall keltische Siedlungen mit zauberhaften Geschichten. Damals, als die Kelten auf die Insel kamen, um Land und Leute zu unterwerfen, er­ gaben sich die Bewohner vom Stamm der Milas ihrem Schicksal ohne Gegenwehr. „Sie waren sehr viel kleiner als die hochgewachsenen Angreifer. Als sie die Masse großer Menschen erblickten, er­ schraken sie so sehr, dass sie immer kleiner und kleiner wurden, bis sie unter altem Gemäuer, unter Steinwällen oder hinter großen Baumwurzeln ein neues Zuhause finden konnten.“

Auszeit vom Alltag

„Das Haus ist geschaffen für eine Auszeit vom Alltag, als ein Ort der Muße und des Genießens.“

Diese und viele andere Sagen erzählt Barbara Kindermann, die als persönlicher Tourist­ Guide die Gäste des Liss­-Ard­-Anwesens durch die Region führt. „Den­ noch sind die Little People, wie sie immer noch genannt werden, den heutigen Menschen sehr zugetan und freundlich – solange man nicht versucht, ihnen wie­ der ihre Heimat wegzunehmen.“ Die Ein­ heimischen belächeln die Geschichte nicht: Viele Inselbewohner glauben fel­senfest an den Schicksalseingriff „ihrer“ Kobolde und Feen.