Luxus-Camping

Auf zum Glamping!

Der neue Trend heißt Luxus-Camping. Wer den Sommerurlaub im 5-Sterne-Zelt verbringen will, muss jetzt buchen.

Zelt-Datscha

Doppelverdiener mit präpubertärem Kind und der Angewohnheit, in den Ferien möblierte Mietimmobilien zu beziehen, werden in Frankreich „Bobos“ genannt. „Mitte 40, Kinder zwischen drei und 15 Jahre alt, Geld vorhanden. Kurz: die Bourgeois bohème“, definiert Alain Dominique Perrin die Klientel seiner trendigen Luxus-Campingplätze.

Zelt-Datscha

Zelt-Datscha: Mit eigener Terrasse gleicht der „Family Cocoon“ einem kleinen Gartenhäuschen. Das Domizil bietet Platz für sechs Personen.

Einer davon heißt „Domaine Les Moulins“ und liegt auf der wildschönen Île de Noirmoutier an Frankreichs grüner Atlantikküste. Perrin: „Die Gäste könnten ein Haus oder Hotel buchen, aber das wollen sie nicht mehr. Die meisten Ferienunterkünfte haben weder Stil noch Charme.“

Alain Dominique Perrin, einst schillernder Cartier-Chef und Mitbegründer des Edelkonzerns Richemont, betreibt im rastlosen „Ruhestand“ die schicksten Zeltplätze der Grande Nation. 65 Prozent seiner Gäste sind zum ersten Mal auf einem Campingplatz. Und zufrieden genug, um wiederzukommen.

Camper-Komfort

Zur Ausstattung gehören Mikrowelle, Kühlschrank, Gaskocher und ein Elektro- oder Holzofen

Glamping“ heißt das neue Modewort, eine Wortschöpfung aus „Glamour“ und „Camping“. Und so sieht es auch aus: In Perrins Zelten bekommt der Kunde alles, was er von einer anspruchsvollen Übernachtung erwarten darf. Das Stelzenmodell „Grand Large“ für fünf Personen hat zwei Schlafräume mit Queen-Size-Bett, Stock- und Einzelbett, alles frisch weiß bezogen, dazu ein Bad mit Designer-Waschtisch, Schrank und Dusche. Auf den restlichen acht Quadratmetern findet eine Küchenzeile Platz, mit Tisch und Stühlen. Und natürlich gibt es Free WLAN. Zelte sehen anders aus. Trotzdem nennt Perrin sie gern „Tipis“.

Preis: je nach Saison von 500 bis 1100 Euro pro Woche.

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Autor:
Alke von Kruszynski