Italien

Die Villa am Gardasee

Von lateinisch „cor“ – Herz – leitet sich der Name Villa Cordevigo ab. Und tatsächlich fühlt man sich in dem 5-Sterne-Wein-Relais wie im Paradies.

Leseecke in der Villa Cordevigo

Morgenseite des Sees“ taufte Johann Wolfgang von Goethe das Ostufer des Gardasees. Ein kleines Stück südlich von dort, wo der Dichterfürst 1786 auf seiner großen Italienreise Station machte, und von da noch mal ein paar Minuten landeinwärts, ziehen sich Olivenbäume und üppig grünende Weingärten übers Land. Auf 95 Hektar erstreckt sich hier, nahe dem Ort Cavaion Veronese, das Weingut Vigneti Villabella.

Die Privatkapelle St. Martino  aus dem Jahr 1442

Ein Jawort wert: In der Privatkapelle St. Martino  aus dem Jahr 1442 kann man Hochzeit feiern. Darüber hinaus beherbergt sie eine Sammlung von gut 3300 Reliquien.

Schlanke Zypressen säumen den Weg zu der alten venezianischen Villa Cordevigo im Herzen des Anwesens. 2011 wurde sie in ein Luxushotel verwandelt, das sich mit nur 30 Zimmern von Massenunterkünften abheben will. Außen in Goldgelb und dunklem Lachs gehalten, mischt sich in den Gästeräumen des Gebäudes die verspielte Romantik des 19. Jahrhunderts mit modernem Design. Warme Töne, kostbare Textilien und Marmorbäder finden sich da, jedes der Zimmer hält eine Leseecke bereit. Die Fenster öffnen sich auf den Park, den italienischen Garten oder die Weingründe, immer aber geht der Blick auf die himmlische Natur, die das Haus umgibt.
 
Himmlisch sind auch die Küchenkreationen dieses Paradieses, die sich durchaus nach dem internationalen Publikum hier richten. Der Akzent aber liegt auf der einfachen Küche des Umlands, die der Chef de Cuisine mit wenigen Zaubertricks neu erfindet und jahreszeitlich variiert. Sie harmoniert prächtig mit den hauseigenen Weinen des Gutes.
 
Suite mit Whirlpool

Suite mit Whirlpool: Die Fenster öffnen sich auf den Park, den italienischen Garten oder die Weingründe.

In Italien glaubte Goethe das Arkadien gefunden zu haben, von dem seine Dichterbrüder bis dahin immer nur schrieben. Tatsächlich träumte sich schon William Shakespeare durch die Regenschleier Englands ins nur knapp 30 Kilometer von Cavaion entfernte Verona.
 
Dank seiner genialen Fantastereien und der daraus entstandenen Liebestragödie „Romeo und Julia“ darf Verona sich heute als „Stadt der Liebe“ feiern. Da liegt es nahe, dass man in der Villa Cordevigo zahlreiche Brautpaare und Flitterwöchner als Gäste begrüßt: „Auch in diesem Jahr haben wir wieder jede Menge Hochzeiten hier.“
 
Die kleine Privatkapelle St. Martino aus dem 15. Jahrhundert und der erst kürzlich restaurierte Barchessa-Saal im Südflügel öffnen ihre Türen regelmäßig zu diesem Anlass, der riesige Pool ist die ideale Kulisse fürs Anschneiden der Torten. Und die Honeymoon-Suite mit ihrem Baldachin-Bett bringt die Mitarbeiter förmlich zum Schwärmen – wie auch der Blick von der Hotelterrasse auf den Park aus dem 19. Jahrhundert. Der wird nur noch überboten vom blaugrünen, von Frühlingsbrisen gekosten Gardasee mit seinen Bötchen und Seglern: Dort ist man ganz sicher angekommen auf der „Morgenseite“ des Lebens.

 
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Autor:
Lia Blom