Hotel-Tipp

Das WG-Hotel

Ferien mit WG-Charakter: Im Südwesten der Pfalz empfängt das Hotel Lösch für Freunde seine Gäste an einer langen Tafel. Hier verbringt man den Urlaub in Gemeinschaft – und genießt dennoch genügend Privatsphäre. 

Küche

Einfach nur ein weiteres Boutiquehotel? Das braucht die Welt nicht einmal an einem ihrer gefühlten Enden, befanden Christiane und Edelbert Lösch. Wo der Südwestzipfel der Pfalz auf Frankreich trifft, hat das Hotelier-Ehepaar in Hornbach, direkt neben seinem Klosterhotel, stattdessen eine Unterkunft geschaffen, die vor allem eines verrät: ein sicheres Gespür für die Wünsche und Sehnsüchte stadtmüder Gäste.

Wohnzimmer

Das offene Wohnzimmer 

Ausspannen wie auf dem Landsitz von Freunden lautet das Naturheilmittel, das die Löschs in dem ehemaligen „Doktorenhaus“ anbieten. „2004 haben wir das denkmalgeschützte Haus gekauft. Um genügend Platz zu erhalten, haben wir uns dann entschieden, unser altes Privathaus mit in den Komplex zu integrieren. Die beiden historischen Gebäude verbindet nun ein moderner Mitteltrakt“, erzählt die Hausherrin. „Die Eröffnung feierten wir 2011. Es war also genügend Zeit, ein ganz besonderes Konzept zu entwickeln.“

„Lösch für Freunde“, so der Name des gastlichen Kleinods, umfasst ein Reich aus 15 individuell eingerichteten Zimmern und Suiten, gekrönt von einem Wellnessbereich mit Dachterrasse. Ob das Zimmer „Traumfabrik“ für Filmliebhaber, das „Jagdzimmer“ für die Freunde alpiner Lebensart oder der Raum „Kunstsinn“ mit wechselnden Ausstellungen – jede dieser Welten ist inspiriert von den Vorlieben verschiedener Personen aus dem Familien- und Freundeskreis der Löschs, die bei der Gestaltung Pate gestanden haben.

Wer etwa in „Konrads Salon“ logiert, teilt dessen Freude an Stil und Luxus im noblen Grand-Hotel-Ambiente. Zum Schmökern im XXL-Sessel liegen unter anderem Oscar Wildes Erzählungen bereit. Für die niveauvolle Unterhaltung sorgen auch der preisgekrönte Erstlingsfilm „The Single Man“ des Modemachers Tom Ford und Max Raabes CD „Küssen kann man nicht alleine“.

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Autor:
Ruth Händler