Hotel am Neuklostersee in Mecklenburg-Vorpommern

Das Seehotel

Die Astrid-Lindgren-Idylle am Neuklostersee in Mecklenburg-Vorpommern macht das „Seehotel“ zu einem Ort, an dem sich sogar Prinzen wie zu Hause fühlen. 

„Seehotel“

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Landgut-Ferien

Was ist das Besondere? Man fühlt sich wie auf einem Landgut bei Freunden. Die Zutaten für das herrliche Essen stammen aus der Region und die Fische direkt aus dem See vor dem Fenster.

Wen trifft man? Viele kreative Menschen wie Architekten und Grafikdesigner. Aber auch bekannte Schauspieler, die das Berliner Großstadtleben für ein paar Tage hinter sich lassen wollen.

Für wen ist es geeignet? Für Menschen, die Natur und Kultur lieben. Auch wenn gerade kein Konzert in der Kunstscheune geboten wird: Zum Frühstück erklingen die wunderschönen Klavierstücke von Eric Satie.

Für wen nicht? Für Menschen, die Stille und Einsamkeit nicht genießen können. 

Ganz deutlich hört der kleine Junge mit den blonden Locken das Rauschen des Schilfs, das Zwitschern der Vögel und das Lachen der beiden älteren Damen unten am Ufer des Neuklostersees. Wenn er sein Ohr nicht mehr an die runde Öffnung in der Wand hält, ist es still. „Wie funktioniert das?“, will er wissen.

Das Geheimnis: Draußen ist ein großer Trichter angebracht, der wie ein Hörrohr alle Geräusche einfängt und verstärkt. Der Berliner Architekt Gernot Nalbach hat das ehemalige Trafohäuschen im Garten des „Seehotels“, 14 Kilometer von Wismar entfernt, in einen poetischen Kinderspielplatz verwandelt: mit jeder Menge Kissen, Spieluhren an den Wänden und einer Camera obscura.

Hoher Besuch aus Dänemark

Durch das gläserne Dach kann man nachts in den Sternenhimmel schauen, und an der Rückseite des Gebäudes befinden sich Schmetterlingshäuser sowie Nistkästen für Vögel und eine Schaukel. Nalbachs Gestaltung des Trafohäuschens ist lediglich eine Art Gastspiel auf dem Areal des Hotels. Das tatsächliche Anwesen hat seine Frau entworfen: Johanne Nalbach. Vom Kinderturm sind es nur wenige Schritte bis zum Haupthaus: ein roter Klinkerbau mit grünen Fensterläden, in dem sich das Restaurant und sechs der insgesamt 25 Zimmer befinden.

An den Steinwänden rankt wilder Wein, und sowohl durch die Gaubenfenster als auch von der Terrasse des blau gestrichenen Speisesaals hat man einen herrlichen Blick auf das glitzernde Wasser des Sees. Nebenan auf der Wiese grasen Schafe, die Sonne blinzelt durch die Äste der Pappeln. Eine Astrid- Lindgren-Idylle, deren Schönheit längst nicht mehr nur Einheimischen bekannt ist. Vergangenen September genoss sogar das dänische Kronprinzenpaar den Zauber dieses Ortes und die exzellente Küche. Zum fangfrischen Hecht empfiehlt sich der Grüne Veltliner. Und zum Dessert: Topfenknödel. Eine Hommage an die Heimat der Architektin, die eine gebürtige Wienerin ist.

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Autor:
Verena Richter