Dagebüll an der Nordsee

Hotel im Leuchtturm

Auf nur 18 Quadratmetern eröffnete Familie Wittenbecher ein Mini-Hotel in Schleswig-Holstein. Der alte Leuchtturm von Dagebüll strahlt nun Luxus und Gemütlichkeit aus.

Leuchturm

Auf 54 Grad nördlicher Länge und acht Grad östlicher Breite lotste er jahrzehntelang die Schiffe sicher an der nordfriesischen Küste entlang. 1929 erbaut, versah der Leuchtturm von Dagebüll seinen Dienst bis 1988. Im Jahr 2009 ging er in Privatbesitz über und setzt seit Anfang Juni ein ganz neues Signal.

Der über 15 Meter hohe Backsteinriese ist nun ein exklusives Feriendomizil für Gäste, die auch 48 Stufen nicht scheuen, um einen atemberaubenden 360-Grad-Panoramablick zu genießen. Hallig Hooge, Langeneß oder Gröde, äsende Schafe auf dem Deich und grenzenloses Watt lassen sich von hier aus beobachten. Nicht umsonst ist Dagebüll als das „Fenster zur Nordsee“ bekannt.

Wendeltreppe

Von hoch oben fällt der Blick durch die Wendeltreppe auf das Bett mit Kuhfell-Kopfteil im Zwischengeschoss.



Architektin Heike Wittenbecher und ihr Ehemann Tim haben auf drei Etagen ein luxuriöses Hideaway geschaffen. Whirlpool, Bad und Garderobe teilen sich das Erdgeschoss. Eine gemütliche Sofa-Lounge samt Minibar schart sich oben um die „Laterne“. Im Zwischengeschoss befindet sich das Schlafzimmer mit DVD-Bibliothek für schlechtes Wetter. „Und das Ganze ohne störende Nachbarn. Der Gast bekommt den Schlüssel und ist sein eigener Turmherr“, erklärt Heike Wittenbecher ihr Konzept. „Das Frühstück stellen wir morgens diskret unten auf die Wendeltreppe!“
Eine Übernachtung kostet für zwei Personen 250 Euro unter der Woche und 290 Euro an den Wochenenden. Selbst für Landratten steht einem maritimen Kurzurlaub nun nichts mehr im Wege!

Dagebüller Koog, Halligweg, 25899 Dagebüll, Tel. 030/89 09 33 51, www.leuchtturm-dagebuell.de, info@leuchtturm-dagebuell.de

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Autor:
Sven Hasselberg