Hotel "Seehaus Forelle"

Die "Ich"-Kur

Gut versteckt im Pfälzer Wald liegt das Hotel „Seehaus Forelle“, eine ungewöhnliche Mischung aus Architektur, Design und jeder Menge Entschleunigung.

Eigentlich wollte er mal weg. Ganz weit, bis nach Übersee. Jörg Maier hatte das Angebot, ein Hotel auf den Niederländischen Antillen zu übernehmen, aber dann blieb er doch an der „Forelle“ hängen. Damals, im Jahr 2000, war der gute Ruf des Restaurants zwar längst dahin, doch Maier erkannte das Potenzial: die Lage direkt am Ufer des Eiswoog-Sees, die Geschichte des Anwesens, die malerische Kulisse des 30 Meter hohen Viadukts, über das einst die Eistalbahn fuhr. Umgeben von Laubbäumen und Fischteichen liegt das Haus inmitten des Biosphärenreservats Pfälzer Wald.

Maier verabschiedete sich kurzerhand von seinem Karibik-Traum und pachtete den Gasthof. Unter dem Namen „Seehaus Forelle“ hat er daraus in den vergangenen Jahren eines der architektonisch interessantesten deutschen Landhotels gemacht.

Begehrter Geheimtipp

Schon bald entschied sich der neue Pächter, an das alte Gasthofgebäude ein modernes Hotel anzufügen – das „haeckenhaus“. Mit der Eröffnung im Mai 2004 entwickelte sich das Hideaway zum begehrten Geheimtipp weit über die Pfalz hinaus. „So mancher behält diesen Tipp lieber für sich“, meint ein Gast geheimnisvoll.

Wenn man an einem lauen Sommerabend mit einem Glas Pfälzer Riesling auf den Stufen vor dem Hotel sitzt, auf das Wasser schaut und die Forellen beobachtet, wie sie um die Wette springen, und Hotelhund Bendix freudig Schwan und Enten besucht, fühlt man sich in eine andere Welt versetzt.

Wer Glück hat, hört den Ruf des Eisvogels oder kann den seltenen Fischadler beobachten, der auf seiner Reise ins Winterquartier im September oder auf dem Heimweg im April für einige Tage am Eiswoog Rast macht. „Es ist ein echtes Schauspiel, wenn der Vogel mit schnellem Flügelschlag in der Luft schwebt und sich plötzlich bis kurz über die Wasserfläche hinabstürzt, wo er mit vorgestreckten Fängen einen Fisch fängt“, schwärmt Jörg Maier.

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