Ostereier

Zur Feier der Eier

Ja, in der COUNTRY-Redaktion gibt es ein besonderes Faible für Ostereier. Jedes Jahr vergrößert sich unsere Sammlung. Wir zeigen einige der Prachtexemplare und stellen die Techniken von vier Expertinnen vor 

Ostereier

Ölmalerei  

Ingetraud Kreschel: „Mein Arbeitsmaterial kaufe ich in Läden für Künstlerbedarf. So auch die Ölmalfarbe, die normalerweise für Gemälde benutzt wird. Mit einem Bleistift skizziere ich das Motiv auf dem gesäuberten Ei. Die Schwierigkeit ist hierbei, ein ländliches Idyll auf das Oval zu übertragen. Dann ruht das Ei in der linken Hand, mit rechts male ich. Dazu benutze ich Rotmarderpinsel in den Stärken 0 bis 16. Einige Motive wie Rosen spachtele ich mit einem Künstlerspachtel. Nun muss das Ei rund drei Wochen bei Zimmertemperatur trocknen. Dazu lege ich es vorsichtig in Heu oder Sägespäne, damit es einen festen Halt hat. Zuletzt bekommt es eine Schicht Gemälde-Schlussfirnis.“

Hardanger-Stickerei

Himmelblaue und wassergrüne Schattierungen

Himmel und Wasser: Himmelblaue und wassergrüne Schattierungen bringen Frische ins Nest – und wirken mal magisch, mal erdig, aber keineswegs kühl.

Barbara Krebs: „Einfache Stickereien zieren die Trachten im norwegischen Hardangerfjord. Oft nimmt man in Norwegen weißes Garn auf weißem Grund. Mittlerweile werden die Hardanger-Stickereien aber auch immer anspruchsvoller. Der Rand wird häufig durchbrochen, sodass die Stickerei schon fast an feine Spitze erinnert. Kreuzstich, Bändchenstickerei und andere Techniken werden kombiniert. Die Motive werden zuerst auf Leinen gestickt. Das kann mit farbigem Garn auf weißem Grund oder umgekehrt mit weißem Garn auf farbigem Grund geschehen. Durch den Kontrast kommt das Motiv dann besonders gut zur Geltung. Die Stickereien werden mit Textilkleber auf das naturbelassene, weiße Ei aufgebracht.

Man muss darauf achten, dass der Stoff faltenfrei anklebt. Die Schnittstelle des Stoffs wird anschließend mit einer handgestickten Borte beklebt.“

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