Käserei am Schaalsee

Die Kunst des Käsens

Auf einem ehemaligen Rittergut in Mecklenburg widmet sich eine Familie der feinen Käseherstellung. Ein Frühsommertag mit Freunden, Ziegen und Käsebuffet im Naturparadies am idyllischen Schaalsee.

Die Sonne zaubert helle Reflexe aufs Gras, Bienen summen, von den Wiesen hinterm Haus weht ein würziger Geruch nach Gras und Klee herüber. Neugierig beobachten ein paar Ziegen die ankommenden Gäste. Ein Frühsommertag, wie geschaffen für einen Ausflug aufs Land, bei dem es um Käse geht.

Genauso wichtig aber sind die gemeinsam verbrachten Stunden an der frischen Luft, ein Gespräch, das sich von allein ergibt, der Blick auf die sanften Hügel und Weiden, die gleich hinter dem Garten beginnen – das Gefühl, weit gereist zu sein, so verwunschen liegt Ute Rohrbecks Gutshaus am Ende einer schmalen Straße, östlich des Schaalsees in Mecklenburg.

Als die Westberliner Theatermalerin vor vielen Jahren mit zwei kleinen Kindern und einem Mann, der immer wieder wochenlang für Dreharbeiten unterwegs ist, in Rögnitz ankam, war das ehemalige Rittergut aus dem 17. Jahrhundert eine Ruine – ideal für jemanden wie Ute, die voller Tatendrang begann, die Türen abzuschmirgeln. Jeden Raum richtete sie individuell aus dem Fundus jahrzehntelanger Film- und Theaterarbeit ein und schuf so ein Haus, dessen Gastfreundlichkeit Prinzip ist. „Mama hat keine Spitzengardinen vor dem Fenster. Jeder kann sehen, was bei uns passiert“, sagt Lale, Utes Tochter, zu Besuch aus Berlin.

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Autor:
Kristin Rübesamen