Holzmöbel von "Another Country"

Möbel wie alte Bekannte

Wie Großmamas Ofenbank, nur besser: Eine neue Möbelserie verbindet zeitlose Formen und die neue Freude am Handwerklichen. Sie kommt aus England und sieht überall gut aus.  

Ehrliches Handwerk, einheimische Hölzer, vertraute Formen: Mit solchen Eigenschaften wäre man noch vor einigen Jahren auf großen Designmessen untergegangen. Das ist jetzt anders. Dinge, die sich nicht ändern, nicht altern, aber immer schöner werden – das finden jetzt viele gut.

Die neu gegründete englische Firma Another Country widmet sich ganz diesen Grundsätzen. Mit dem deutschen Designer Mathias Hahn baut sie Möbel, die einem so bekannt vorkommen, als gehörten sie schon lange zur Familie. Ein Hocker, der ein besonders ansehnlicher Nachfahr eines Melkschemels sein könnte. Eine Sitzbank ohne Lehne, mit vier ausgestellten Beinen, die aussieht wie die kleine Schwester der Konsole. Ein massiver Esstisch. Ein großer Couchtisch, wie man ihn gut brauchen kann, wenn viel Besuch da ist – und der sich in ein Gästebett verwandelt, wenn man eine Matratze darauf legt.

Vertraut, nicht nostalgisch

„Es geht uns um Möbel, wie wir sie vom Land kennen, die aber auch in einem urban gestalteten Raum keine Fremdkörper sind“, sagt Mitgründer Paul de Zwart. Retro-Look? Nostalgie? Auf gar keinen Fall! Sie sind vielseitig, nachhaltig, also langlebig in Design und Funktion, sie erzählen etwas davon, woher sie – oder ihre Besitzer – kommen. Und sie harmonieren gut mit Stücken aus ganz anderen Epochen, die schon zu Hause stehen.

Als Vorbilder nennt de Zwart, einer der Mitgründer des Designmagazins „Wallpaper“, die Shaker, skandinavische Holzmöbel und Gebrauchsmöbel, wie man sie auch in Deutschland noch vor hundert Jahren auf dem Land fand. Ein Schreiner in Dorset baut sie von Hand aus Eiche und Esche, im September werden sie auf dem London Design Festival vorgestellt und bereits jetzt unter dem Namen „Another Country – Series One“ (Serie 1) über das Internet verkauft.  

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