Handwerk

Die Kuchen-Göttin

Maria Pilch gründete einen Backservice, weil sie nicht mit vorgefertigten Mixturen, sondern nach alten Rezepten arbeiten wollte. Jetzt beliefert sie Hof- und Bauernläden.

Maria Pilch

Backmischungen kommen ihr nicht in die Schüssel. „Seit ich als Kind an den Kuchenteigen meiner Oma genascht habe, wollte ich Konditorin werden. Und seit der Lehre war mir klar, dass es für mich nicht infrage kommt, mit Fertigprodukten zu arbeiten, um Zeit und Kosten zu sparen. Ich wollte handgemachte Kuchen backen, mit unverfälschten Zutaten und richtiger Butter – das ist schwieriger und zeitaufwendiger, aber schmeckt viel besser.“

Deshalb gründete die 32-jährige Maria Pilch aus Eurasburg im Oberland vor neun Jahren einen Backservice bei sich zu Hause – in weiser Voraussicht. Inzwischen hat sie „nebenbei“ noch drei Kinder. Alles, was sie backt, wandert in bäuerliche Geschäfte, unter anderem in den Bauernladen in der nahegelegenen Kleinstadt Geretsried: „Solche Läden haben den Mut, den Billigangeboten der Discounter unverfälschte, regionale Produkte entgegenzustellen, die die vergleichsweise hohen Preise wirklich wert sind. Ich bin stolz, zu deren Lieferanten zu gehören.“

Der Münchner Verleger Martin Dort jedenfalls war von Pilchs Kuchen so überwältigt, dass er sie spontan fragte, ob sie nicht ein Backbuch machen wolle. Mit „Backen wie auf dem Land“ (Dort-Hagenhausen-Verlag, 24,95 Euro) und ein bisschen Geschick kommen nun auch Nicht-Oberbayern in den Genuss von Pilchs Rührkuchen, Hörnchen und schlichtweg himmlischen Sahnetorten.

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Autor:
Claudia Teibler