Kochkurse

Kochen im Kloster

Dort, wo einst Altar und Orgel standen, wird heute der Kochlöffel geschwungen. Im ehemaligen Kloster von Hennef im Siegtal hat eine Kochschule eröffnet. 

Kloster

Als die Ordensgemeinschaft der „Redemptoristen“ vor sieben Jahren ihr Kloster in Hennef im Siegtal schloss und die Kirche für eine weltliche Nutzung freigab, nahm sie ihre Orgel mit. Fortan stand deren Empore in dem sonst als Tagungs- und Eventzentrum genutzten Gebäude leer. Nun hat dort eine Kochschule eröffnet, die, so der Geschäftsführer des Betreibers, Radomir Zecevic, auch einen Aspekt klösterlichen Lebens vermitten will: den bewussten Umgang mit dem Essen als Moment der Innerlichkeit, aber auch als Mittel zur Gesunderhaltung des eigenen Körpers.

COUNTRY: In Ihren Kursen geht es um französische Landhausküche, Frühlingskräuter oder Spargel. Wie lässt sich das mit klösterlicher Tradition verbinden? Radomir Zecevic: Wir achten auf regionale, saisonale Produkte und legen Wert auf die Verwendung von Kräutern, deren Heilwirkung Hildegard von Bingen schon vor rund 1000 Jahren beschrieb.

Radomir Zecevic

Geschäftsführer des Betreibers, Radomir Zecevic

Im Moment bieten Sie aber keinen Kurs an, der sich direkt mit dem Thema Klosterküche beschäftigt. Warum? An diesem Projekt arbeiten wir noch. Wir forschen in Bibliotheken nach alten Rezepten, die wir aufgreifen und behutsam heutigen Ansprüchen anpassen können. Sobald wir genug beisammen haben, wird es auch entsprechende Veranstaltungen geben.

Besteht noch eine weitere Verbindung zur klösterlichen Kultur? Einige der Weine, die wir anbieten, werden von Mönchen angebaut. Ich suche deshalb noch nach weiteren Weinbau betreibenden Klöstern. Auch sonst möchten wir mit Produkten aus Klöstern arbeiten – Honig zum Beispiel oder Salz. Man kann sie während der Kurse kaufen, später sollen sie auch über unsere Website zu beziehen sein.

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