Essen im Wendland

Das Alte Haus

Wenn einem die weiten Alleen und stillen Wälder im Wendland irgendwann zu einsam werden, findet man im Alten Haus Genuss und Geselligkeit. 

Fachwerk

Die zwei Blumensträuße, die im vorderen Teil des Gastraums stehen, sind bunt, üppig und mindestens einen Meter hoch. „Sie sollen aussehen, als sei ich gerade durch den Garten gestreift“, sagt Henriette Dufresne. Dann lacht die Dänin ihr fröhliches Lachen, mit dem sie die Herzen der Wendland-Bewohner im Sturm erobert hat und sagt: „So einen Garten hätte ich gern!“ Dabei kann sich ihr grünes Paradies hinterm Haus mehr als sehen lassen: Ein duftendes Meer aus historischen Rosen wogt darin.

Henriette Dufresne

Henriette Dufresne

Seit fast 30 Jahren führt sie mit ihrem Mann Christian Behning „Das Alte Haus“ in Jameln. Während er am großen Kamin in der Stube Fisch und Fleisch grillt, zaubert sie Antipasti wie Auberginenmus mit Granatapfelkernen, Ingwermöhren oder marinierte Rote Bete. Als Hauptspeise gibt es dann eine deftige Lammhaxe oder eine zarte Dorade. Und zum Nachtisch empfielt sich eine Spezialität aus Henriette Dufresnes Heimat: Prinz Frederiks Bryllupsdessert – köstliches Rhabarberkompott mit Vanilleeis und Baiserhaube.

Die Bilder an den Wänden sind alle von einheimischen Künstlern: „Am Anfang, haben viele ihr Bier mit Gemälden bezahlt“, erinnert sich Christian Behning. Überhaupt herrscht im Lokal eine quirlige, kreative Atmosphäre. Nicht umsonst kamen Behning und ein paar Freunde hier auf die Idee, ein Magazin für die Region herauszubringen: „Landluft“. Ein unbedingtes Muss, wenn man sich dieselbige im Wendland um die Nase wehen lässt.