Fragen an die Natur

Woher haben Wolken ihre Namen?

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Benennt es treffend! Sei die Ehre dein

Vor beinahe 200 Jahren, im Dezember 1802, begründete der Londoner Apotheker Luke Howard mit einem kurz darauf auch schriftlich publizierten öffentlichen Vortrag die Wissenschaft der Nephologie, auf deutsch Wolkenkunde.

Benennt es treffend! Sei die Ehre dein

„Benennt es treffend! Sei die Ehre dein“

Howard, später auch der „Pate der Wolken“ genannt, erläuterte seinen Zuhörern darin, wie sich das scheinbar formlose weiße Gewabere am Himmel vier einfachen Grundformen zuordnen lasse, denen er lateinische Namen gab: Cumulus, die klassische Schäfchenwolke an schönen Tagen. Cirrus, die in großer Höhe schwebende Federwolke.

Stratus, ihr dicht über dem Boden hängendes und tristgraues Gegenstück. Sowie Nimbus, die Regenwolke. Luke Howards Einteilung wurde später zu einem komplexen Klassifikationssystem mit vielerlei Gattungen, Arten und Unterarten von Wolken erweitert, doch bis heute gilt das Wort Goethes, der Howard 1821 ein eigenes „Ehrengedächtnis“ widmete: „Was sich nicht halten, nicht erreichen lässt / Er fasst es an, er hält zuerst es fest / Bestimmt das Unbestimmte, schränkt es ein / Benennt es treffend! Sei die Ehre dein!“

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Autor:
Georg Rüschemeyer