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Was sind Barbarazweige?

Vieles kommt einem so simpel vor, dass man ganz selbstverständlich glaubt, es zu wissen. Aber stimmt das wirklich? COUNTRY beantwortet Fragen zu Pflanzen & Tieren, Wald & Wiese, Himmel & Erde.

Barbarazweig

Was sind Barbarazweige? Jedes Jahr am 4. Dezember wird der heiligen Barbara gedacht. Der Legende nach ließ sich die Tochter aus reichem Haus gegen den Willen ihres Vaters zur Christin taufen. Das erboste den alten Herren so sehr, dass er sie der römischen Justiz auslieferte, die das Mädchen in den Kerker sperrte. Zufällig hatte sie einen trockenen Kirschzweig bei sich. Als sie dem Tod nah war, brachen die Knospen auf und spendeten der Verfemten Trost. So entstand der Brauch, am Barbaratag Zweige zu schneiden. Werden diese in der warmen Wohnung in Vasen mit Wasser gestellt, treiben sie um Weihnachten herum Blüten. Ähnlich wie Mistelzweige, die man sich über die Tür hängt, gelten sie als Zeichen für eine gute Zukunft. Alle im Frühjahr blühenden Sträucher und Bäume wie Obst- oder Zierobst, Forsythien, Zierjohannisbeeren und Magnolien sind dazu geeignet.

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Autor:
Michael Breckwoldt