Wissenwertes über die Natur

Tierisches Anti-Aging

COUNTRY beantwortet drei Fragen an die Natur. Zum Beispiel: Hält Winterschlaf jung? Und was passiert mit all dem Laub im Wald?  

Winterschlaf

Woher kommt der Brauch des Weihnachtsbaums?

Der deutsche Durchschnittsweihnachtsbaum ist eine 1,69 Meter hohe Nordmanntanne, kostet gut 30 Euro und verkauft sich Jahr für Jahr fast 30 Millionen Mal. Über seine kulturhistorischen Ursprünge ist viel weniger bekannt. Waren immergrüne Tannenbäume anfänglich heidnische Fruchtbarkeitssymbole, die man zur Wintersonnenwende aufstellte? Oder wurden sie schon im Jahr 723 christianisiert, als der heilige Bonifatius eine Thor gewidmete Eiche fällte und den eben erst bekehrten Germanen als Ersatz ein Tannenbäumchen anbot, dessen immergrüne Zweige die Verheißung der Unsterblichkeit symbolisieren sollten? Urkundliche Belege des Brauchs gibt es jedenfalls erst aus der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts.

Mit Obst, Gebäck und Nüssen verzierte Weihnachtsbäume, die nach dem Fest von den Kindern geplündert wurden, müssen damals schon so weit verbreitet gewesen sein, dass man sich in Freiburg 1554 genötigt sah, das „Weynachtmeyen“, also das wilde Fällen von Weihnachtsbäumen, zu verbieten. 

Wer den Weg des Christbaums von seinen sagenhaften Ursprüngen bis zum modernen Konsumgut genauer nachverfolgen will, dem sei die kurzweilige, soeben erschienene Kulturgeschichte „Die Erfindung des Weihnachtsbaums“ des Berliner Sachbuchautors Bernd Brunner empfohlen (Insel Verlag, 2011).

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Autor:
Georg Rüschemeyer