10 Fakten über Eis

Eis-Zeit

Das Strahlen der Wintersonne, tausendfach gespiegelt durch eine Reihe Eiszapfen. Das Knacken der Eisfläche. Der dünne Überzug an einem Fels. Das (nicht mehr) ewige Eis der Gletscher. Eis hat viele Gesichter. Hier sind zehn von ihnen.

Gletscher

1. Eis an sich

Eis schwimmt oben. Schon das dürfte eigentlich nicht sein, denn die meisten Stoffe sind in festem Zustand schwerer als in flüssigem. Eis aber ist rund zehn Prozent leichter als Wasser. Die paradoxe Natur des Eises führt bis ins Reich der Metapher. Hölderlin beneidete Menschen, die anderen mehr geben können, als sie selber brauchen; sie hätten die Gabe, sich „am Eise zu wärmen“. Wer würde das nicht gern? Eis ist unglaublich vielfältig. Seine wichtigste Rolle: Es bestimmt unser Klima. Rund ein Drittel des eingestrahlten Sonnenlichts wird vor allem durch Eisflächen zurück ins All geworfen. Fehlten die, wäre unser Klima ein anderes.

2. Außerirdisches Eis

In den Weiten des Alls gibt es jede Menge Eis. Kometen bestehen oft aus einer Mischung aus Staub und Eis, was zu dem Kosenamen der „schmutzigen Schneebälle“ geführt hat. Die Frage, ob Planeten oder Monde Eis enthalten, treibt traditionell die Forscher um, gilt doch Wasser als Hauptbedingung für Leben. Wie man inzwischen weiß, gibt es etwa auf dem Mars große Mengen Eis, etwa an den Polen oder tief im Boden. Flüssiges Wasser kann allerdings auf dem Mars nicht existieren, weil er keine Atmosphäre hat.

3. Die Gletscher

Vereinfacht gesagt, ist ein Gletscher eine Masse Eis, die auf Dauer irgendwo herumliegt. Ist der Untergrund schräg, dann bewegt sich das Eis langsam zu Tal; wird es zu warm, schmilzt es. Mehr als 5000 Gletscher gibt es in den Alpen – je nach Definition, denn der Übergang zum Schneefeld ist fließend. Was ein richtiger Gletscher sein will, sollte einige Merkmale aufweisen: ein Nährgebiet, das das Material liefert; eine Zunge, an der der Gletscher endet; Spalten und Risse, die auf Bewegung hindeuten. Der einzige Gletscher, den man von innen besichtigen kann, ist der Rhonegletscher. Jedes Jahr wird dort zu Beginn des Sommers ein Tunnel ins Eis gehauen, den man gegen Eintritt begehen kann. Durchaus auf eigene Gefahr, denn ab und zu bricht schon mal ein Stück aus der Decke – der Gletscher lebt.

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