16 Fakten über Schnee

Das weiße Wunder

Er kann sanft rieseln wie Daunen, aber auch schwer sein wie Beton. Er verschafft ganzen Regionen eine Lebensgrundlage und weckt das Kind in uns. Aber wenn er in Massen kommt, bremst er den Alltag aus. 16 Schritte im Schnee.

Schnee

1. Was ist Schnee? 

Himmelsgabe, Sehnsuchtsmittel, Zauberstoff, Landschaftsrequisite, Wirtschaftsförderer, Wintersportzubehör, Verkehrshindernis – Schnee hat viele Gesichter. Er besteht aus winzigen Eiskristallen, die bei Kälte und Feuchtigkeit in der Atmosphäre entstehen und zur Erde sinken. Damit die Kristalle anfangen zu wachsen, müssen aber erst mal Kristallisationskeime her, meist Staubteilchen. Fehlen die, können die Wassertröpfchen bis minus 30, 40 Grad kalt werden, ohne zu gefrieren. Ist der Schnee gefallen, enthält er anfangs noch viel Luft – bis zu 90 Prozent bei Neuschnee. Nur deshalb ist er so weich.

2. Von Kristallen und Flocken

Es gilt zu unterscheiden: Die schönen sechseckigen Figuren, das sind Schnee- bzw. Eiskristalle. Zu Schneeflocken werden sie erst, wenn sie sich aneinanderlagern, schmelzen, verklumpen, wieder auskristallisieren – was halt alles so passiert in einer großen Schneewolke mit ihren komplizierten Temperatur- und Feuchtigkeitsverhältnissen. Solcherart gewachsene Schneeflocken können mehrere Millimeter oder gar Zentimeter groß werden. Die Kristalle wiederum sind ein wahres Wunder der Natur, unvergleichlich in ihrer Schönheit. Beim Wachstum der feinen Verästelungen kann so viel passieren, dass kein Schneekristall dem anderen exakt gleicht.

3. Warum ist Schnee weiß?

Schneekristalle sind eigentlich farblos, wie Eis auch. Doch durch die unzähligen Grenzflächen, sowohl zwischen den einzelnen Schneeflocken als auch zwischen den Schneeflocken und den eingeschlossenen Luftbläschen, wird das Licht so diffus gestreut, dass es weiß erscheint.

4. Die Rekorde

15 Minuten Ruhm gelten nicht nur für Menschen, manchmal auch für Orte. So wurde jüngst ein Weiler in Vorarlberg mit Namen Damüls als „schneereichstes Dorf der Welt“ bekannt. Die Betonung liegt aber auf „Dorf“. Über die neun Meter Neuschnee, die in Damüls jährlich fallen, können andere Orte auf der Welt nur lachen – der Mount Baker zum Beispiel im Nordwesten des US- Bundesstaates Washington. Auf ihn fielen im Winter 1998/99 ganze 29 Meter Neuschnee. Dort wohnt aber niemand. Die deutschen Rekorde hält natürlich die Zugspitze, zum Beispiel 8,30 Meter Schneehöhe im April 1944.

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