Unesco-Weltnaturerbe

Ausgezeichnete deutsche Buchenwälder

Im Juni wurden fünf deutsche Buchenwälder als Unesco-Weltnaturerbe ausgezeichnet. Darunter der Nationalpark Hainich in Thüringen unter der Leitung von Manfred Grossmann, mit 15.000 Hektar einer der größten Buchenwälder Europas.

Buchenwälder

COUNTRY: Kam die Auszeichnung überraschend?

Manfred Grossmann: Wir haben lange für diese Anerkennung gearbeitet, aber natürlich ist es nicht selbstverständlich, eines von nur 200 Weltnaturerben zu werden – in einer Reihe mit den Galapagos-Inseln und dem Grand Canyon.

Warum ist gerade der Buchenwald so bedeutend?

Manfred Grossmann, Leiter des Nationalparks Hanisch in Thüringen

Manfred Grossmann, Leiter des Nationalparks Hanisch in Thüringen

Der Buchenwald hat sich nach der Eiszeit einen ganzen Kontinent zurückerobert. Dieser ökologische Prozess der Wiederbesiedlung ist weltweit einmalig. Dafür gab es die Auszeichnung. Leider bestehen deutsche Wälder heute nur noch zu 15 Prozent aus Buchen.

Hainich befindet sich wie viele ostdeutsche Nationalparks auf ehemaligen Truppenübungsplätzen. Zumindest in dieser Hinsicht hatte die DDR auch ihre guten Seiten, oder?

Übungsplatze waren groß und weitgehend einsam, Waldnutzung spielte keine Rolle – ideale Voraussetzungen für Flora und Fauna. www.weltnaturerbe-buchenwaelder.de

 

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