Natur

14 Fakten über Regen

Er kommt von oben, macht unser Land grün und beruhigt die Seele – jedenfalls, solange man im Trockenen sitzt. Dabei ist er im Weltmaßstab gar keine Selbstverständlichkeit. 14 Schritte im Regen.

Regen

1. Segen von oben

Der Regen kommt aus Wolken, klar. Aber wann regnet es aus einer Wolke? Salopp gesagt dann, wenn sie ihr Wasser nicht mehr halten kann – und das passiert, wenn sie abkühlt. Die Meteorologen unterscheiden den Steigungsregen, dessen Wolken an einem Gebirge aufsteigen und abregnen, und den Konvektions­ regen, bei dem feuchte Luft aufgrund von Erwärmung und entsprechender Luftströmungen in die Höhe steigt und sich zu Wolken sammelt. Typischer für unsere Breiten und verantwortlich für stundenlangen Dauerregen ist eine dritte Form, bei der die feuchte Luft an einer Kaltluftfront aufsteigt und einen Nimbostratus bildet, eine graue, konturlose Wolkendecke, die den ganzen Himmel bedeckt.

2. Die gute Form

Wie ein Regentropfen aussieht, weiß jedes Kind? Von wegen! Regentropfen sind in Wahrheit gar nicht tropfenförmig. Beim Fallen flachen sich die ursprünglich runden Tropfen nämlich ab, bis sie die Form eines Hamburger­Brötchens haben – je schneller sie fallen und je größer sie sind, desto stärker. Wird ein Tropfen zu groß, dann teilt er sich, aber wieder zunächst in Kugeln. Die „typische“ Trop­fenform jedenfalls, vorne rund und hinten spitz, hat er nie.

3. Dam dam, dam dam

„Weine nicht, wenn der Regen fällt/ dam dam, dam dam/ es gibt einen, der zu Dir hält, dam dam, dam dam/ Marmor, Stein und Eisen bri­hi-­hicht/aber unsre, unsre Liebe nicht/alles, alles geht vorbei/ doch wir sind uns treu.“ Durchspült die Gehörgänge wie ein Sommerregen: der Klassiker von Drafi Deutscher aus dem Jahr 1965.

4. Regenwälder

Regenwälder sind faszinierende Ökosysteme.

Regenwälder sind faszinierende Ökosysteme.

Die tropischen Regenwälder sind faszinierende Ökosysteme. Der Boden enthält dank jahrtausendelanger Verwitterung kaum noch Nährstoffe und dient praktisch nur als Unterlage. Die Nährstoffe hingegen werden in einem permanenten Kreislauf sofort wiederverwertet. Die Stoffkreisläufe spielen sich vor allem oberhalb des Erdbodens ab, ein Großteil sogar im Kronenbereich. Wärme und Feuchtigkeit stehen genügend zur Verfügung (in Regenwäldern fallen definitionsgemäß mehr als 2000 mm Niederschlag im Jahr, es regnet mehr, als verdunsten kann) – und so läuft das System immer weiter. Wenn es nicht zerstört wird. Neben den tropischen gibt es Regenwälder auch in gemäßigten Breiten, vor allem die sogenannten Küstenregenwälder (z. B. an der amerikanischen Pazifikküste), wo sich die Wolken an den Gebirgsketten abregnen.

5. Gehen oder laufen?

Es ist eine beliebte Spekulations­frage: Wird man stärker nass, wenn man geht, also dem Regen nur Kopf und Schultern zeigt, oder wenn man rennt, also mehr Angriffsfläche bietet, dafür aber kürzere Zeit benötigt? Die Alltagsfragen­-Klärer der amerikanischen TV-Serie „MythBusters“ untersuchten es mit wissenschaftlicher Gründlichkeit. Ergebnis: Beim Gehen bleibt man trockener.

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Autor:
Martin Rasper