Wissenswertes über Moos

13 Fakten über Moos

Mit Moos viel los: Moose sind so verbreitet, dass wir sie kaum wahrnehmen (es sei denn, sie ruinieren gerade unseren Rasen). Doch je genauer man hinschaut, desto faszinierender werden sie. 

Moospolster

1. Fremde Nachbarn

Ist das nicht erstaunlich? Jeder er­ kennt Moos, wenn er es sieht, doch kaum jemand kann sagen, wie eine Moospflanze aussieht. Ist aber auch schwierig: Moose sind eine riesige Gruppe mit 16 000 Arten, deren Mitglieder teils nur lose miteinander verwandt sind. Moose sind uralt, wahrscheinlich haben sie sich vor mehr als 400 Millionen Jahren aus Grünalgen entwickelt. Im Gegensatz zu den Flechten (das sind Symbiosen aus Pilzen und Algen) sind Moose richtige Pflanzen: Sie betreiben Fotosynthese, aber sie haben kein Stütz­- und Leitgewebe. Deshalb ist ihre Größe begrenzt. Und da sie auch keine Wurzeln haben, sondern die Feuchtigkeit aus der Luft aufnehmen, brauchen sie genau das: feuchte Luft.

2. Poetische Namen

Moose sind Leckerbissen für Wort­freunde: Es gibt Sternmoos, Silbermoos und Brunnenlebermoos, Haarmützen­, Schlaf­ und Frauenhaarmoos, es gibt das Glanz-Torfmoos, das Mauer-­Drehzahn­moos und das Gestreifte Schönschnabelmoos, das Bäumchenartige Gleich­büchsenmoos und das Gedrehtfrüchtige Glockenhutmoos. Wundersame Vielfalt! Moos als Wort ist ziemlich alt. Es existier­te schon im frü­hen Mittelalter und ist verwandt mit dem Moder, mit dem es die Her­kunft aus der Feuchtigkeit teilt, nicht aber mit dem Moor, das eine eigene Wurzel hat.

3. Lebensraum

Moospolster sind ein gewaltiger Dschungel. Die Stämmchen wachsen durcheinander wie Baumriesen, es ist schön feucht, und genügend Pflanzenmaterial zum Fressen gibt es auch. Neben al­lerlei Mikroben leben im Moos etwa die winzigen Springschwänze, vor allem aber die faszinierenden Bärtierchen, die extreme Temperaturen und jahrelange Austrocknung überdauern. Für die Ökosysteme als Ganzes spielen Moose vor allem als Wasserspeicher ei­ne Rolle – und als Basis für größere Pflanzen, die dort keimen können.

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Autor:
Martin Rasper