Wissenswertes über die Natur

12 Fakten über Wolken

Sie hängen irgendwo über uns, und oft nehmen wir sie nur wahr, wenn sie Regen bringen. Dichter, Liebende und andere Künstler aber haben Wolken schon immer inspiriert. Zwölf Blicke nach oben.

Inspirierender Blick nach oben

1. Das Prinzip 

Eine Wolke ist kondensiertes Wasser – also kleinste Wassertröpfchen (oder Eiskriställchen), die in der Luft schweben. Ob sich eine Wolke bildet, hängt von verschiedenen Parametern ab: der Temperatur, der Luftfeuchtigkeit, dem Auftrieb sowie davon, ob Staubkörner oder Ähnliches als Kristallisationskerne vorhanden sind. Die Einteilung der Wolken nach ihrer Form in Cumulus, Cirrus, Stratus, Nimbus samt den jeweiligen Kombinationen (z. B. Cumulonimbus, die klassische Gewitterwolke) war 1802 ein Geniestreich des bis dato unbekannten britischen Meteorologen Luke Howard – und gilt bis heute. Wenn die Wolke sich entleert, fällt Regen, Schnee oder Hagel. Berichte über junge Frösche oder Fische, die vom Himmel fielen, sind wohl in der Mehrzahl (Bibel!) übertrieben, in Einzelfällen aber belegt. Windhosen können durchaus große Mengen Material mit nach oben reißen und woanders deponieren. In Keokum im US-Bundesstaat Iowa fielen 1995 nach einem Tornado Getränkedosen vom Himmel, die der Sturm im Nachbarstaat Missouri in einer Fabrik mitgerissen hatte.

2. Wolkig 

Das Wort „Wolke“ ist germanischen Ursprungs und geht wie das verwandte „welk“, das ursprünglich „feucht“ bedeutete, auf eine gemeinsame indoeuropäische Wurzel zurück. Im Mittelhochdeutschen gab es eine Fülle von Formen wie „Wulken“ oder „Wolkan“, die Etymologen rätseln lässt. Eine etwas wolkige Historie eben.

3. Die Bauernregel 

Für den Landwirt ist der Blick zum Himmel tägliche Routine. Trotzdem kommen Wolken in Bauernregeln kurioserweise fast nicht vor – nur indirekt als Regen oder Schnee oder eben durch ihre Abwesenheit, den klaren Himmel. Als einzige Ausnahme gilt der Spruch für den 21. Januar, den Tag der Heiligen Agnes: „Ziehn Wolken am Agnestag über den Grund, bleibt die Ernte stets gesund.“

4. Aschewolke

Zungenbrecher des Jahres 2010: der Eyjafjallajökull (sprich: „Ejafjatlajöküdl“). Mit seiner Aschewolke (Foto unten) legte der isländische Vulkan zeitweise den europäischen Flugverkehr lahm und generierte neben Einbußen für die Fluggesellschaften hochfeuilletonistische Debatten über die unverminderte Abhängigkeit des Menschen von der Natur. Dabei war die Aschewolke (die, genau genommen, auch nicht aus Asche besteht, sondern aus scharfkantigem Gesteinspulver) eigentlich nur über dem Vulkan selbst sichtbar. Was von ihr in Mitteleuropa ankam, war bereits so verdünnt, dass es mit bloßem Auge unter günstigen Umständen zwar als Staub, aber nicht als geschlossene Wolke wahrgenommen werden konnte. Mit den Messgeräten dagegen schon: An der Zugspitze betrug die Staubbelastung in mehreren Kilometern Höhe im Spitzenwert das Tausendfache des Normalwerts; die Dicke der Schicht betrug im Durchschnitt rund einen Kilometer.

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