Wissenswertes über Heilkräuter

Gelber Steinklee

Alle lieben Melilotus officinalis: Imker wegen des vielen Nektars, Gartenfreunde wegen der Blütentrauben, Sportler wegen der heilsamen Wirkung.

Steinklee wird auch Mottenkraut genannt.

Wie er aussieht und wo er wächst

Der Gelbe oder Echte Steinklee ist eine krautige Pflanze, die durchschnittlich bis zu einem Meter hoch wird. Ihr botanischer Name lautet Melilotus officinalis. Die europaweit verbreitete Pflanze gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler (Faba- ceae) und zwar zur Unterfamilie der Schmetterlingsblütler (Faboideae). An den verzweigten, gerippten Stängeln sitzen längliche gezahnte Laubblätter und dichte Trauben kleiner gelber Blüten. Der Echte Steinklee mag Sonne und gedeiht bestens auf Schotter, etwa am Bahndamm oder im Steinbruch. Eine lange Pfahlwurzel verankert den anspruchslosen Steinklee im unwirtlichen Gelände, wo er bis in den September hinein blüht.

Warum er auch Mottenkraut heißt

Die getrocknete Pflanze entwickelt einen deutlichen Waldmeisterduft, der Motten abschreckt. Früher hing daher oft ein Sträußchen davon im Kleiderschrank. Ein anderer gängiger Name ist Honigklee. Die Blüten produzieren nämlich nicht nur reichlich Nektar, sondern verströmen auch einen zarten Honigduft.

Was alles in ihm steckt

Wird Steinklee getrocknet oder wird das Pflanzengewebe verletzt, entsteht Cumarin. Dieser sekundäre Pflanzenstoff verleiht beispielsweise auch frischem Heu seine charakteristische Duftnote. Cumarin war früher als Aromastoff für Lebensmittel im Einsatz. Da Cumarin aber in höherer Konzentration die Leber schädigen kann, gilt heute eine strenge Höchst- grenze. Außerdem verursacht es Kopfschmerzen. Andererseits gilt das Cumarin im Steinklee als sein wichtigster heilender Bestandteil: Es bewirkt eine Verbesserung des Venen- und Lymphflusses im Körper.

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Autor:
Petra Apfel