Heilkräuter

Die Vogelmiere

Heilpflanze, Küchenzutat, Vogelfutter, selbst im Januar frisch aus dem Garten – wer hätte das der unscheinbaren Stellaria media zugetraut? Dabei gilt sie eigentlich als Unkraut. 

Die Vogelmiere

Wie sie aussieht und wo sie wächst

Die Vogelmiere ist ein einjähriges Kraut aus der Familie der Nelkengewächse, Gattung Stellaria. Sie ist weltweit verbreitet und blüht in gemäßigtem Klima das ganze Jahr. Ihre bis zu 40 Zentimeter langen, dünnen Stängel winden sich meist in Bodennähe. Der wirre Wuchs und der Umstand, dass Federvieh ganz versessen darauf ist, hat der „Sternförmigen“ auch den volkstümlichen Namen Hühnerdarm eingebracht. Charakteristisch ist eine Linie aus Härchen an einer Seite des Stängels. Die zahlreichen eiförmigen Laubblätter laufen spitz zu. Die kleinen Blüten bestehen aus je fünf grünen Kelch- und weißen Kronblättern. Jede Pflanze produziert in ihrem kurzen Leben zwischen 10.000 und 20.000 Samen. Auf feuchten, stickstoffreichen Böden können sich jedes Jahr zwei bis drei Generationen der Pflanze entwickeln. Brachflächen überzieht sie schnell mit einem Polster aus wild durcheinanderwachsenden Trieben. Das macht die Vogelmiere einerseits zum Unkraut, aber auch zum Bodenschutz gegen Austrocknung, Frost und Erosion.

Was in ihr steckt

Vitamin C und Zink beruhigen Haut und Schleimhaut. Dazu kommen schleimlösende Saponine und blutverdünnende Kumarine. Zusammen mit Mineralstoffen wie Kalium, Eisen, Magnesium sowie ätherischen Ölen ergibt sich ein Mix aus Pflanzenstoffen, der den Stoffwechsel und die Zellerneuerung anregt.

Wie sie wirkt

Die Inhaltsstoffe helfen in erster Linie gegen Hautprobleme von Pickel bis Schuppenflechte, Husten und Bronchitis sowie Gelenkschmerzen. Verdauung, Stoffwechsel und Blutreinigung kommen in Gang. Vogelmiere wirkt als Teeaufguss, mit dem zerkleinerten Kraut kann man ebenso eine Salbe herstellen. Auch als schlichte Auflage eignen sich die frischen Stängel. Für die Wirkung ist es ideal, dass frische Vogelmiere vielerorts das ganze Jahr zur Verfügung steht und man nicht mit der schwächeren Wirkung des getrockneten Krauts vorliebnehmen muss.

 

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