Heilkräuter

Die Ringelblume

Calendula officinalis ist Balsam für die Haut, das sagt heute sogar die Schulmedizin. Früher sah man mit der Pflanze in die Zukunft, träumte von der großen Liebe und konnte das Wetter vorhersagen.

Calendula

Wie sie aussieht und wo sie wächst Dottergelbe bis orange Blütenblätter mit gezahnten Spitzen in einem Körbchen grüner Hüllblätter charakterisieren die Garten-Ringelblume (Calendula officinalis). Die einjährige Pflanze, die vermutlich aus dem Mittelmeerraum stammt und zur Familie der Korbblüter gehört, wird etwa 50 Zentimeter hoch. Der aufrechte Stängel ist leicht behaart und hellgrün, ebenso wie die länglich ovalen Laubblätter. Ringelblumen blühen bis in den Oktober hinein. Calendula officinalis wird im großen Stil angebaut, kommt in ganz Europa aber auch verwildert vor. Die Pflanze ist anspruchslos und gedeiht selbst auf kargem Boden. Ihre Schwester, die Acker-Ringelblume (Calendula arvensis), ist deutlich kleiner und eher zitronengelb. Sie kommt vor allem im Mittelmeerraum vor. In Deutschland findet man sie nur gelegentlich in Weinbaugebieten. Sie gilt als gefährdet. 

Woher ihr Name stammt

Wenn die farbigen Blütenblätter der Ringelblume verblüht sind, entsteht ein Fruchtstand aus Schließfrüchten von bis zu zwei Zentimetern Länge. Diese sogenannten Archänen sind sichelförmig bis gekringelt. Ihnen verdankt Calendula ihren deutschen Namen. Außer Ringelblume kursieren regional unterschiedliche Bezeichnungen, etwa Goldblume, Ringelrose, Sonnenbraut oder Studentenblume. 

Was in ihr steckt

Calendula ist eine der bekanntesten Heilpflanzen überhaupt, in Nordamerika ebenso geschätzt wie in Europa. Verantwortlich für ihre heilsame Kraft sind die Inhaltsstoffe der Blütenkörbchen: Flavonoide (antioxidative Pflanzenstoffe), Saponine (pflanzliche Abwehrstoffe), Carotinoide (zellschützende Farbstoffe) und Polysaccharide (Mehrfachzucker). Die Früchte bestehen zu einem Viertel aus Fett, mit dem Hauptbestandteil Calendulasäure. Für die pharmazeutische Verwendung werden die Blütenblätter und Früchte getrocknet und zerkleinert. Sie kommen als Teeaufguss, Tinktur, Extrakt oder Salbe zum Einsatz. Naturkosmetik und Babypflege-Produkte basieren auf diesem Heilkraut.

 

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