Heilkräuter

Die Mistel

Viscum album, auch Affalter, Hexenbesen oder Vogelchrut genannt, war das Allheilmittel der keltischen Druiden.

Mistel

Warum sie einen Wirt braucht

Die Mistel ist ein Halbschmarotzer mit hellgrünen, kugelförmig verzweigten Ästen und wächst auf Bäumen. Aus ihren Wirtspflanzen saugt sie Flüssigkeit und Nährstoffe, kann durch ihre immergrünen Blätter jedoch selbst Fotosynthese betreiben. Sie bevorzugt Pappeln, Apfelbäume, Tannen und Robinien, wächst aber auch auf Ebereschen, Weiden und, sehr selten, auf Eichen, wo sie als besonders heilkräftig gilt.

Woher sie ihren Namen hat

Der botanische Artname Viscum bedeutet so viel wie Vogelleim; die Römer stellten aus den weißen (lat. album) Beeren Klebstoff her. Der Begriff Viskosität als Maß für die Zähflüssigkeit eines Fluids geht auf den Schleim der Mistelbeeren zurück, die für Mensch und Tier giftig sind.

Was Vögel für sie tun

Wenn Ende Februar die Misteln gelb blühen, lockt ihr zarter Duft nach Orange Insekten an. Nach der Befruchtung reifen ab September die hellen Beeren. Eine Lieblingsspeise für Vögel wie die Misteldrosseln, die den glitschig-klebrigen Samen an anderen Pflanzen abstreifen oder gleich die ganze Frucht fressen und ihn unverdaut wieder ausscheiden. Bei Kontakt mit einem geeigneten Wirt dringt der Keimling dann durch ein Haustorium, eine Art Saugorgan, in diesen ein.

Welche Krankheiten sie lindert

In der modernen Pflanzenheilkunde wird die Mistel gegen Bluthochdruck und Krebs eingesetzt. Sie wirkt auch bei Herzschwäche, Arteriosklerose, Fieber, Gallen - und Nervenleiden, Rheuma, Heuschnupfen, Epilepsie, Kopfschmerzen, Ekzemen, Verdauungsproblemen … Kurz, ein echtes Allheilmittel!

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