Der erste Eindruck des Grundstücks

Visitenkarte Vorgarten

Ein Vorgarten soll repräsentativ sein und muss Funktionen erfüllen. Doch welche Aspekte sind bei der Materialwahl, der Beleuchtung und der Bepflanzung zu beachten?

Der Vorgarten

Anforderungen: Der Vorgarten vermittelt den ersten Eindruck des Grundstücks, soll repräsentativ sein und muss Funktionen erfüllen: den Zugang zum Haus, die Zufahrt zum Stellplatz und Unterbringung der Müllbehälter. TIPP: Da wir zum Abkürzen neigen, ist es sinnvoll, die kürzesten Wege zu wählen.

Material: Als Zugang empfiehlt sich Natursteinpflaster. Weil die Steine von Hand angepasst und in die Fläche geschlagen werden, ist es dreimal teurer als Betonsteinbelag. Aber es hält ewig und sieht am besten aus. TIPP: Sparen Sie lieber an der Auffahrt, etwa mit Betonsteinen, die mit Natursteinvorsatz an der Oberfläche verblendet sind. Für die Verbindung von Auffahrt und Zugang genügen Schrittplatten. Auch vorgefertigte Mülltonnenschränke aus dem Betonwerk sind eher funktional als hübsch. Attraktiver wirken Modelle aus Edelstahl oder Holz, die es inzwischen mit Deckelwanne zum Begrünen gibt. Sie können die Behälter auch hinter einer kleinen Hecke verstecken, hinter Natursteinstelen oder -palisaden. Wenn Garage oder Carport vorhanden sind, integriert man den Platz für den Müllkasten dort.

Beleuchtung: Auch im Dunkeln sollen Haus, Wege, Stufen und Absätze gut zu sehen sein. Diese Funktion erfüllen wegbegleitende Pollerleuchten gut. Schön sind Pflastereinbauleuchten, die die Laufrichtung markieren, oder LED-Leuchten in Form von Pflastersteinen, die sich tagsüber unsichtbar in den Belag fügen und abends leuchten. TIPP: Beschränken Sie sich im Vorgarten auf funktionelles Licht, denn wo viel Licht ist, gibt’s auch viele, möglicherweise irritierende Schatten.

Pflanzung: Traditionell gehört zu einem Haus auch ein Baum. Es müssen ja nicht Kastanie oder Linde sein. Wählen Sie lieber einen kleinkronigen (z. B. Felsenbirne, Zierapfel, Judasbaum), eine Kugelform (z. B. Kugelahorn oder -akazie) oder Säulenformen (z. B. Hainbuche, Eiche, Kirsche). Der Standort hängt ab von der Fensteranordnung: nicht direkt vor, sondern zwischen zwei Fenstern oder im fensterlosen Bereich. Die Bepflanzung sollte maximal halbhoch sein. Für den Südwesten eignen sich Rosen, Lavendel und Gräser, ergänzt durch Blütenstauden wie Rittersporn und Salbei. Für Nord und Ost bieten sich immergrüne Bodendecker, wie Vinka und Pachysandra, aber auch Gräser, Farne, Astilben und Frauenmantel an. TIPP: Kleine Flächen geben ein gutes Bild ab, wenn sie hügelig modelliert sind. Oder asiatisch, mit Solitärpflanzen, Kiesflächen und Steinen.

Der Experte: Thomas Westenfelder, Garten- und Landschaftsbau, Wiesenstr. 20, 76344 Eggenstein-Leopoldshafen