Wasser im Gartenbau

Still oder mit Sprudel?

Still wie ein Teich, sprudelnd wie eine Fontäne. Wasser ist ein faszinierendes Element. Worauf man bei der Gestaltung achten sollte, verrät Gartenbau-Experte Klaus Dobczynski. 

Brunnen mit Wasserspiel

Klaus Dobczynski

Klaus Dobczynski ist Geschäftsführer von Grün-System-Bau im badischen Rheinmünster und Mitglied im Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e.V.  

COUNTRY: Wie wird Wasser zu einem Element der Gartengestaltung?

Klaus Dobczynski: Es gibt viele Möglichkeiten: Bewegtes Wasser, Springbrunnen, Quellsteine, Bachläufe – bis hin zum Naturteich. Man sollte nur auf einige Dinge achten.

Zum Beispiel? Art und Größe eines Wassergartens werden durch die Grundstücksgröße und -lage, aber auch dadurch bestimmt, wie viel Zeit man in seine Pflege investieren möchte. So verursachen Naturteiche, wenn sie erst richtig eingewachsen sind und sich ein ausgeglichener Wasserhaushalt mit Mikroorganismen und einem neutralen pH-Wert eingestellt hat, viel weniger Arbeit als bewegtes Wasser.

Wieso das? Springbrunnenanlagen brauchen klares Wasser, es müssen Filtereinrichtungen, Wasserzulauf, Ablauf und Pumpentechnik montiert werden – regelmäßige Reinigungsarbeiten nicht zu vergessen. Alles, was ein Teich braucht, sind flache Böschungen – damit Tiere aus dem Wasser herauskommen können –, mindestens 20 bis 30 Quadratmeter Fläche, eine Tiefe von etwa 1,50 Metern und entsprechende Bepflanzung. Den Rest besorgt die Natur selbst.

Sollte man den Boden nicht vorbereiten? Auf keinen Fall nährstoffreiches Substrat einbringen, am besten nur spezielle Teicherde verwenden. Alternativ reicht auch Rohboden oder Kies. Um zu vermeiden, dass Nährstoffe aus Umgebungsflächen eindringen: Drainagegräben anlegen.

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