Sonnen-Zeit

Sonnenuhr selbst gemacht

Sie erinnern an Zeiten, als die Uhren noch anders gingen – an Feldwege, Pferdegespanne, Dorfidylle. Heute sind Sonnenuhren vor allem eines: dekorativ. Hier eine Idee, wie Sie Ihren Garten mit Steinen zum Ticken bringen.

Sonnenuhr

"Mach es wie die Sonnenuhr, zähl die heit'ren Stunden nur.“ Wenn einem fürs Poesiealbum von Freund oder Freundin partout nichts einfallen wollte, war dieser Reim oft die letzte Rettung. Seit vermutlich die alten Griechen die Sonnenuhr erfanden, war sie der einzige verlässliche Zeitmesser. Noch bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts war die Sonnenuhr gemeint, wenn jemand von „Uhr“ sprach. Heute, im Zeitalter von Digital-, Funk- und Atomuhren, hat die Sonnenuhr ihre Bedeutung als Zeitmesser verloren.

Die Gnomonik, die Lehre von den Sonnenuhren, beschäftigt aber immer noch zahlreiche Astronomen. Denn will man die Uhrzeit mittels Schattenstab und Skala genau ablesen, muss man komplexe Formeln wälzen, die Erdbahn, Jahreszeiten, geografische Koordinaten und ihre Verschiebungen einkalkulieren. Das hat der Popularität der Sonnenuhr als Schmuckstück keinen Abbruch getan. In vielen öffentlichen Parks, Gärten und an Gebäuden findet man die Sonnenuhren in riesiger Vielfalt – mal als Stab mit waagerechtem Zifferblatt, mal als Hohlkugel oder als bizarre Skulptur aus Stein, mal als Blumenuhr nach Carl von Linné.

In jedem Garten, der zumindest einige Stunden am Tag beschienen wird, lässt sich eine Sonnenuhr aufstellen. Wer wenig Platz und Zeit hat, findet im Internet eine Fülle von Herstellern, die fertige Modelle anbieten. Sie sind schnell aufgestellt und ausgerichtet. Wer Lust hat, kann eine Sonnenuhr auch selbst bauen und sogar den ganzen Garten in eine solche verwandeln. Dazu gibt es im Internet Selbstbauanleitungen und kleine Programme, die die Berechnung der Konstruktion übernehmen.

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Autor:
Bernd Müller