Expertin Monika Huber erklärt

So entsteht ein Steingarten

Karge Gebirgslandschaften sind Vorbild für Steingärten. Im Miniaturformat ahmen sie Geröllhalden, trockene Almen oder Felsnischen nach. Ein sonniger Hang, der sanft nach Süden oder Südwesten abfällt, ist daher ideal für die Anlage des Steingartens.

Der Steingarten

Wählen Sie eine exponierte Stelle unweit des Hauses. Die meist niedrigen, formschönen Steingartenpflanzen verdienen nähere Betrachtung. Ein durchlässiger Boden ist neben der warmen, offenen Lage die wichtigste Voraussetzung. Schwere Böden abtragen, von Unkraut säubern, mit grobem Steinmaterial und Sand mischen und auf eine Drainage aus Schotter und Kies ausbringen.

Größere Felsbrocken so eingraben, dass sie zu einem Drittel in der Erde liegen. Kantige Steine wirken natürlicher als runde. Ein Gestein, das in der Umgebung vorkommt, schafft die Verbindung zur Landschaft. Bei größeren Gärten bietet sich ein Pfad aus feinem Kies und gröberem Stein zum Rand an. Markante Punkte wie eine Außenkurve durch Kombinationen von Stein und Pflanze betonen.

Eine Trockenmauer dient als sonniger Sitzplatz. Alpenpflanzen wie Hauswurz und Steinbrech sind Klassiker des Steingartens. Ihr matten- und kissenbildender Wuchs mildert harte Felskanten. Hier und da eine einfache Bodendeckerrose, niedrige Sorten von Sedum, Helianthenum oder Dianthus ergänzen das oft nur im Frühjahr blühende alpine Sortiment. Auch Heidepflanzen wie Ginster und Zwergkiefer bieten sich an. Schmale Gräser und Zwiebelpflanzen wie einfache Tulpen oder Allium setzen vertikale Akzente. Freie Flächen mit Kies oder Schotter abdecken.

Das Verhältnis Pflanze zu Stein sollte etwa 30 zu 70 betragen. Rigoroses Eingreifen ist bei Unkraut gefragt. Auch Stauden, die sich ausgesät oder zu stark verbreitet haben, kompromisslos entfernen! Was als Steinfläche geplant ist, sollte frei bleiben. 

Die Expertin Monika Huber ist Inhaberin der Firma Christoph Garten- und Landschaftsbau, Aindling, und Mitglied des Verbandes Landschafts-, Garten- und Sportplatzbau Bayern.