Tipps und Hilfsmittel für Gärtner

Regen auf Bestellung

Experten geben nützliche Tipps zur Gartenarbeit – zum Beispiel zur Bewässerung von Rasen- und Beetflächen.

Die Voraussetzung für die Installation einer automatischen Bewässerung im Garten ist ein Wasseranschluss. Mehr ist nicht nötig, um etwa die Hecke durch einen Tropfschlauch mit Wasser zu versorgen. Anders bei größeren Flächen: Hierfür müssen die Fördermengen und Druckverhältnisse der Wasserversorgung bekannt sein. Lassen Sie das vor Beginn der Planung von einer Fachfirma feststellen. Dann weiß man, wie viele Regner gleichzeitig Wasser über Rasen und Beete versprühen können. Die Vorteile der automatischen Bewässerung sind die genaue Dosierbarkeit, die Möglichkeit, den optimalen Zeitpunkt zu wählen – und sie arbeitet auch, wenn wir Urlaub machen. Von Hand wird gewöhnlich am Abend gewässert. Nach einem heißen Tag ist der Boden aber so aufgeheizt, dass rund die Hälfte verdunstet, bevor es bei den Wurzeln ankommt. Besser ist es, die Pflanzen in den frühen Morgenstunden, etwa zwischen vier und fünf Uhr, zu bewässern – mit einer Automatik kein Problem.

Rasensprenger
Die Kosten sind höher, wenn ein Bewässerungssystem nachträglich in einen eingewachsenen Garten verlegt wird. Wenn es bei der Neuanlage in den Boden kommt, wird es preiswerter, weil viele Arbeiten maschinell ausgeführt werden können. Die Kosten belaufen sich dann komplett auf etwa 600 Euro pro 100 Quadratmeter. Für einen ausgereiften Garten sind sie etwa ein Drittel höher.

Die Installation beinhaltet das Vergraben der Rohrleitungen. Sie werden rund 30 Zentimeter tief in den Boden gelegt. Davon zweigen die Versorgungselemente ab: Die Regner zum Bewässern größerer Flächen sowie Tropfschläuche, die das Wasser nur an die Wurzeln der Anpflanzungen bringen. Sie eignen sich gut für Rosen, weil deren Laub trocken bleiben muss.

Mikrobewässerungsdüsen versorgen gezielt Einzelgewächse in Kübeln und Pflanzkästen. Zudem muss in einem Bodenschacht ein Ventilkasten und ein Bewässerungscomputer an den Wasserhahn installiert werden.

Eine Bedienung ist nicht erforderlich: Wenn die Beregnungsanlage einmal justiert ist, dann arbeitet sie von allein. Regnet es von Natur aus, fängt ein Sensor das Regenwasser auf und stoppt die Anlage. Erst wenn die Niederschläge im Sensorgefäß verdunstet sind, setzt die künstliche Bewässerung wieder ein. Die Wartung im Frühjahr und Herbst übernimmt die Fachfirma, die man u. a. unter „Bewässerung“ in den Gelben Seiten findet. Sanitärfirmen, die Bewässerungstechnik anbieten, sollten mit einem Garten- und Landschaftsbauunternehmen kooperieren.

Der Experte: Walter Prell, Gärtnern fürs Leben, Sonnenstraße 2, 96175 Pettstadt, Tel. 095 02/598

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