Osterglocken im Trend

Geliebte Narzissen

Hallo, Frühling! Wir lieben Narzissen, denn wenn sie ihre Trompetenblüten öffnen, ist der Winter endgültig Geschichte. Vor allem historische Sorten der anmutigen Zwiebelblume erleben derzeit ein Revival.

Narzisse

Die Schöne ist Legende. Sternförmig ist der Blütenkranz mit sechs Blättern so weiß wie frisch gefallener Schnee. Die Mitte: ein flaches goldgelbes Krönchen, umrahmt von einem schmalen orangefarbenen Rand. Und dann dieser Duft… Ein bisschen Honig schwingt mit, auf jeden Fall viel Süße, aber auch noch etwas anderes, etwas eigenartig Herbes, geheimnisvoll Exotisches, nicht recht Fassbares. Dichternarzissen, so scheint es, wollen eben nicht allein ob ihrer Anmut bewundert, sondern in ihrem Wesen erschlossen werden.

Ein Museum für alte Narzissen

Narzisse

Zu ländlichen Gärten passen schlichte Formen und klare Farben.

Die Art mit dem botanischen Namen „Narcissus poeticus“ ist die wohl bekannteste Gruppe unter den sogenannten historischen Narzissen. Historisch? Narzissen? Jawohl, nicht allein alte Rosen- oder Gemüsesorten feiern derzeit ein furioses Revival. Auch im Bereich der Zwiebelblumen fahnden trendbewusste Grünfinger derzeit nach botanischen Antiquitäten. Und die seit jeher überaus vermehrungs- und kreuzungswillige Gattung Narcissus bietet hiervon eine ganze Menge.

Über tausend historische Narzissen verzeichnet derzeit der Hortus Bulborum, das Zwiebelblumenmuseum im holländischen Limmen in der Nähe von Alkmaar. Seit 1924 werden hier alte, zum Teil im Handel gar nicht mehr erhältliche Zwiebelblumensorten gesammelt und vermehrt; eine einzigartige Genbank, auf die auch Züchter gern zurückgreifen. Die Narzissen, die hier zusammengetragen werden und jedes Jahr von Anfang April bis Ende Mai auf dem weitläufigen Gelände rund um das Museum bewundert werden können, kamen vor 1950 auf den Markt. Es sind allesamt keine Allerweltssorten, sondern Blumen mit Geschichte.

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