Gartentipps vom Profi

Der Heidegarten

Die diversen Blühzeiten der Heidearten sorgen fast ganzjährig für weiße, rote, violette oder rosa Blütenpracht.

Heide

Heide entfaltet ihren Reiz am schönsten in Flächenbepflanzungen ab zehn Quadratmeter. Optimal ist ein Ort nahe am Haus, damit man besser auf die Blütenteppiche schauen kann. Eine leicht hügelige Anlage der Bodenoberfläche bringt Spannung und Bewegung in die immergrüne Bepflanzung. Am richtigen Standort ist Heide robust, verträgt viel Trockenheit und kommt auch im Halbschatten zurecht. Wichtig ist ein sehr karger, kalkfreier Boden mit saurem PH-Wert. Falls notwendig, die Erde stark mit Sand und Torf abmagern und zum Gießen nur kalkfreies Wasser verwenden. Die Nachbarschaft zu Rasen vermeiden, da hier mit Kalk gedüngt wird.

Bekannte Heidegewächse sind Besenheide (Calluna vulgaris), die es in vielen Farben, Sorten und unterschiedlichen Blühzeiten gibt, und Schneeheide (Erica carnea), die das Repertoire mit ihrer Winterblüte ergänzt. Pro Quadratmeter braucht man rund 20 Pflanzen. Die klassischen Partner sind Säulenwacholder, kleine Kiefern, Ginster (Cytisus praecox). Setzen Sie die Kleinsträucher in Gruppen nach Sorten geordnet und nicht gemischt. Auch Zwiebelblumen und Stauden wie Sedum, Campanula oder Viola setzen Akzente. Für Wege nur hellen Sand verwenden. Zu einem Drittel eingegrabene Findlinge betonen den urwüchsigen Charakter des Heidegartens.

Ein Rückschnitt, handhoch und am besten nach der Blüte, verhindert, dass die Heide von unten verkahlt. Mit einer Mischung aus Torf, Laub, Sand und etwas Kompost vorsichtig düngen.

Der Experte Manfred Junicke ist Inhaber der Firma Junicke, Braunschweig, und Mitglied des Bundesverbandes Garten-, Landschaftsund Sportplatzbau.