Blumen im Garten

Das Gänseblümchen

Bellis perennis, wie das sonnenanbetende Gänseblümchen mit botanischem Namen heißt, schmeckt im Salat und hat heilende Kräfte.
Gänseblümchen

Welche Krankheiten es lindert: Die getrockneten Teile der Pflanze wirken als Tee (2 Teelöffel auf 1 Tasse Wasser, 20 Minuten ziehen lassen) bei Magen- und Darmkatarrh oder als Hustenlöser. Bäder oder Umschläge sind bei Blutergüssen, Hautausschlägen und -entzündungen, Geschwüren und Wunden heilsam. Dazu werden die Kräuter mit kochendem Wasser übergossen, in Leinen eingeschlagen oder über der Wanne durch ein Tuch abgeseiht.

Wie es aussieht und wo es wächst: Auf dem Rasen, in Parks und Gärten, an Feldwegen oder Bahndämmen sprießen ab Februar aus den Blattrosetten der Pflanze aufrechte Stängel mit einzeln stehenden Blütenkörbchen. In dessen Zentrum befinden sich bis zu 125 gelbe Röhrenblüten, umgeben von einer Doppelreihe weißer, an den Spitzen nicht selten rosa überhauchter Zungenblüten.

Wie es manchmal Schicksal spielt: Wer die ersten drei Gänseblümchen im Jahr isst, der soll von Fieber, Zahn- und Augenleiden verschont bleiben. Ein Aberglaube, der wohl ebenso zweifelhaft ist wie das Gänseblümchen- Orakel: Er liebt mich, er liebt mich nicht … Obwohl, wer weiß?

Woher es den Namen hat: Bellis perennis – „ausdauernd schön“ bedeutet der lateinische Name des Gänseblümchens, den ihm der schwedische Naturforscher Carl von Linné gab. Die kleine, auch Tausendschön, Maßliebchen, Augen-, Himmels- oder Sonnenblümchen genannte Pflanze aus der Familie der Korbblütler wächst bevorzugt auf landwirtschaftlich genutzten, regelmäßig gemähten oder abgeweideten Wiesen – und zählt (neben Löwenzahn) zur Lieblingsspeise von Gänsen. 

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