Herbst-Ideen
Was im Herbst Spaß macht
Das Braun der Natur, der Laubgeruch, die kürzeren Tage - Tipps für die stiller werdende Zeit des Jahres.
-
Einen Drachen fliegen lassen:
Raus aufs Feld, den frischen Wind an den Haaren und am Drachen zerren lassen, der sich immer höher in die Lüfte schwingt. Entweder kaufen Sie sich einen schicken Lenkdrachen im Sportgeschäft, oder aber – und das macht sicher noch mehr Spaß – Sie basteln sich Ihren Drachen selbst: aus Holzleisten, Papier und Schnur. Wie früher als Kind. Anleitungen finden Sie in „Drachen bauen: Kinderleichte Himmelsstürmer mit Fluggarantie“ (Frech Verlag, 12,95 Euro). Für Regentage gibt es das Buch „Fliegende Träume. Fantastische Papierdrachen aus aller Welt“ (Knesebeck, um 29,95 Euro). Damit kann man, zumindest in Gedanken, vom Sofa aus in ferne Länder fliegen.
-
Äpfel pflücken:
Manche Bäume tragen noch bis Ende November schwer an all ihren Früchten. Weil sie wild wachsen und niemand da ist, der sie erntet. In solchen Fällen ist es erlaubt, selbst zu pflücken. Also nichts wie hin und einen Korb mit leckeren Äpfeln oder Nüssen füllen. Wo in Ihrer Nähe herrenlose Bäume stehen, verrät die Internetseite www.mundraub.org
-
Im Laub rascheln und in Pfützen springen:
Warm einpacken, rein in die wetterfesten Schuhe und durchs Laub stapfen (das sich übrigens nicht ver-, sondern entfärbt, da der Baum seinen Blättern im Herbst den grünen Farbstoff Chlorophyll entzieht). Viele Bäume sind schon lichter geworden, ihre kahlen Äste machen den Blick frei auf die Dächer und den Kirchturm unten im Tal. Der Wind pustet lästige Gedanken weg und lässt uns immer schneller laufen, fast hüpfen. Und wenn man schon mal die roten Gummistiefel anhat, sollte man das auch ausnutzen und in die nächste Pfütze springen. Immer mittenrein, dass das Wasser nur so spritzt!
-
Kastanienmann basteln:
Wie früher: Sammeln Sie in der herbstlichen Nachmittagssonne Kastanien und anderes „Waldgut“, um das Ganze zu Hause in lustige Figuren zu verwandeln. Zahnstocher oder Streichhölzer dienen als Beine und Arme. Blätter sehen plötzlich aus wie wilde Frisuren und die Kastanienschale gleicht einer Baskenmütze. Eine doppelte Freude machen Sie Ihren Kindern, wenn Sie die kleinen Kunstwerke lebendig werden lassen. Zum Beispiel mit der Gute- Nacht-Geschichte „Kastanienmännchen“ von Anke Kohlhaase, in der Kastanientiere Kastanienschiffe über Pfützen pusten.
-
-
Alte LPs wieder hören:
Zum Beispiel „Time to kill“ von Sophie Zelmani aus dem Jahr 1999. Der rabiate Titel ist mehr als irreführend: Tatsächlich ist die Musik der Schwedin wundervoll melancholisch. Oder „Shadowland“ von K.D. Lang. Oder was Ihnen besonders am Herzen liegt. Und wenn das Vinyl schon ein bisschen knistert und knackt - umso schöner.
-
Einen Brief schreiben:
Lange nichts gehört. Oder: Lass uns nächste Woche treffen. Oder: Es gibt Neuigkeiten. Nachrichten wie diese schicken wir uns per Mail. Unsere Inbox quillt schier über. Und was finden wir im Briefkasten? Höchstens Rechnungen oder Werbung. Dabei hat der Brief nichts von seiner Romantik verloren: Am Tisch vor dem Fenster an einen guten Freunde schreiben. Die Gedanken schweifen lassen. Vielleicht das Blatt zerknüllen und neu anfangen. Vielleicht sogar neu denken. Und am Ende der Zeilen hat man nicht nur dem Freund Zeit gewidmet, sondern auch sich selbst.


