Der Hof des Bildhauers Hans Panschar
Holz lebt!

Holz hat eine Seele - davon ist Hans Panschar überzeugt. Der Bildhauer holt auf seinem Hof am Starnberger See Boote, Möbel, Himmelsleitern und Häuser aus ihm heraus – moderne Skulpturen, die Kunstfreunde begeistern. 

Allmannsnshausen ist nicht die große weite Welt. Das Örtchen gehört zur Gemeinde Berg und ist ein oberbayerischer Dorfflecken, den der Holzkünstler und frühere Weltensegler Hans Panschar als „ein klein wenig vergessen“ beschreibt. 

Das Landleben hat hier nichts vom Villen-Flair, den so viele Orte rund um den Starnberger See verströmen – dafür riecht es nach Mist, die Zwiebelturmspitze der Kirche ist immer noch der höchste Punkt, und nebenan wohnen zwei Bauern und der Fischer. Das ist der Platz, an dem der Münchner nach vielen Reisen, zumeist auf dem Wasser, schließlich vor Anker ging. Eigentlich zufällig, weil der Freund eines Freundes von einem Bauernhaus samt riesiger Scheune wusste, die ein wunderbares Werkstatt-Atelier abgeben würde. Zweimal mussten Hans Panschar, heute 47, und seine Frau Jenny das Landdomizil aus den Sechzigerjahren in Augenschein nehmen. Denn die beiden Wohnungen im vorderen Wohnhaus sind als Lebensraum für zwei Familien mit Kindern nicht unbedingt großzügig bemessen. Die Panschars sind trotzdem in die obere Etage gezogen, weil man hier ja sowieso „viel draußen lebt“ und der stattliche Hof mit dem angrenzenden Garten leicht ein weiteres Wohnzimmer abgibt.

Richtig ausbreiten kann sich der Bildhauer in seiner Werkstatt, neben der im Stall die Pferde des Nachbarn wiehern. „Beim zweiten Besichtigungstermin schien die Sonne, vom Balkon aus hatte man diesen wunderbaren Blick auf den Starnberger See und das Bergpanorama mit der Zugspitze. Ja, inzwischen ist dies Heimat geworden.Wir leben hier alle sehr gut.“ Alle, das sind neben Hans und Jenny Panschar, die Teilzeit als Lehrerin arbeitet, die Töchter Greta, 15, Charlotte, 11, und Hanna, 9 Jahre alt. An guten Schulen gibt es am Starnberger See eine exklusive Auswahl.


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Quelle: COUNTRY 4/2009

Autor: Barbara Kraus