Autor: Daniela Jannink
Restaurierte Erbstücke
Die Biedermeier-Kommode
An Erbstücke knüpfen sich Geschichten und Geheimnisse – so auch an die Biedermeier-Kommode aus dem Schwarzwald.
Über 100 Jahre stand die Biedermeier-Kommode mit den breiten Schubladen im Hotel „Engel“ am Freiburger Münsterplatz, damals im Besitz der Ur-Ur-Großeltern von Klara Mäder, die in der Kommode Tischwäsche und Servietten verstauten. Im Zweiten Weltkrieg konnte sie gerade noch vor der Zerstörung des Hauses gerettet werden und schmückte seither die Wohnräume nachfolgender Generationen. Vor einigen Jahren gaben Klara Mäderäders Eltern das Familienerbstück ihrer Tochter als Erinnerung an die Heimat mit auf den Weg in die erste eigene Wohnung. Mit dem typisch warmen Braunton und den lebendigen Zeichnungen des edlen Walnussholzes ergänzt die Kommode hier nun als antikes Möbel die geschmackvolle Atmosphäre. „Sie ist noch im Originalzustand, so wie der Möbelschreiner sie einst gezimmert hat“, sagt die stolze Besitzerin.
Ab und zu pflegt sie das Schmuckstück mit ökologischer Holzpolitur oder mit Olivenöl. „Kräftig poliert erhält sie dadurch einen sanften Glanz, und die wunderbare Farbe des Holzes kommt noch deutlicher hervor“, erklärt die Schwarzwälderin.
Zwischen modernem Mobiliar und auf ihren Reisen gesammelten Souvenirs hat die Kommode in der Hamburger Wohnung einen ganz persönlichen Platz erhalten, den die 34-Jährige liebevoll als ihre „Familienecke“ bezeichnet. „Sie ist für mich viel mehr als ein Möbelstück“, betont sie, „beruflich bin ich viel unterwegs, bin in Indien und Afrika. Meine Kommode steht für Stabilität und Nach-Hause-Kommen!“
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Quelle: COUNTRY 1/2012
COUNTRY 3/2012


