Autor: Tatjana Seel
Seite 4 aus dem Artikel: Der Umbau einer alten Mühle
Mut zur Radikalität!
Warum haben Sie sich für dieses Objekt entschieden?
Christoph Keller, 41: Die Mühle war wie ein rohes, historisches Werkstück, dem man noch Form und Funktion verleihen konnte – alles war noch möglich. außerdem gefiel uns die Alleinlage, das Umgebensein von Natur, die Nähe zu Pflanzen, Tieren und zum Wetter.
Was war die größte Überraschung? Erstens war das eine Mühle, an der man über Jahrhunderte immer weiter improvisiert und rumgebastelt hatte. Zweitens war es zwischenzeitlich auch ein Bauernhof. Überall kamen Rohre, Leitungen, ganze Schweineskelette aus dem Boden. Und dann waren da die Löcher: direkt unter der Mühle ein vier Meter tiefes Loch. Verwendung unklar. Auch der ehemalige Kartoffelkeller wurde offensichtlich als Kloake missbraucht!
Welchen Rat geben Sie anderen Bauherren beim Umbau? Radikal sein! Manchmal haben wir zu zaghaft reagiert, hätten noch mehr Veränderung anpeilen sollen. Deswegen empfehlen wir allen Bauherren: Mut zur Konsequenz, zur Veränderung, zur Radikalität.
Quelle: COUNTRY 1/2012
COUNTRY 3/2012
















